Liebe Coaching-Freunde,

neulich erklärte mir ein Kunde, dass er einen herben Verlust erlitten habe, indem er den von ihm angestrebten Karriereschritt nicht geschafft habe. Nun, ein Verlust ist etwas Unwiederbringliches – wohingegen ein Scheitern etwas im ersten Moment Unangenehmes ist, sich jedoch zu einer wichtigen Lernerfahrung wandeln lässt. Mit dieser Unterscheidung konfrontiert, erkannte mein Kunde, woran es gelegen hatte, dass er diesen Schritt nicht machen konnte. Gleichzeitig wurde ihm klar, welche Chancen in diesem vermeintlichen Scheitern verborgen waren und die er nur noch ergreifen musste, um auf seinem eigenen Weg mehr als einen Schritt voranzukommen.

Diese spannende Erkenntnis passt ganz gut in den Herbst, wo wir Abschied nehmen von Sommertemperaturen, heißen Grillparties und Wochenenden am See. Das heißt aber weder, dass wir den Sommer verloren haben (er kommt nächstes Jahr ja wieder), noch, dass der Sommer gescheitert sei (auch wenn das manche Hitzebedürftige meinen sollten). Manches geht einfach vorbei, schön, dass es dagewesen. Doch nun kommt etwas anderes und es liegt an uns, wie wir es bewerten. Ihr Denken entscheidet über Ihr Glück, das wusste schon Marc Aurel, der sagte: Dein Lebensglück hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.

Wenn Sie also Ihre Aufmerksamkeit darauf richten, welche Chancen Sie gerade im Moment haben anstatt darauf, was Sie gerade verlieren (könnten) oder wo Sie scheitern (könnten), ist es ziemlich wahrscheinlich, dass Sie ein vergnügterer, effizienterer und erfolgreicherer Mensch sind. Das heißt nicht, dass Sie keine Fehler mehr machen (dürfen) – sonst würden Sie ja gar nichts lernen und das wäre kontraproduktiv. Es heißt schlicht, lösungsorientiert bzw. lösungsfokussiert zu sein.

Aus früheren Coaching-Impulsen wissen Sie, dass Konflikte eine der am schnellsten nachwachsenen Ressourcen ist und das beständige sich mit anderen vergleichen einer der Königswege zum Unglücklichsein sein kann. Deshalb lade ich Sie in diesem Monat ein, sich darauf zu besinnen, was Ihr Herz zum Singen bringt – was Sie jeden Morgen motiviert, aufzustehen. Was Sie über Verluste und Scheitern hinwegkommen lässt.

Im englischsprachigen Raum gibt es den Begriff „failing forward“. Damit ist gemeint, dass in jedem Scheitern ein Vorankommen beinhaltet ist. Schauen Sie mal nach, spüren Sie in sich hinein und bringen Sie Ihr Herz zum Singen!

Failing forward
Ihre Claudia Nuber

Liebe Coaching-Freunde,

die Ferien sind nun auch in Bayern vorüber. Haben Sie sich gut erholt und dabei hoffentlich keinen Gedanken an Ihre Arbeit verschwendet?

Sind Sie jetzt gerne in Ihr Unternehmen und an Ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt? Oder ist Arbeit für Sie eher ein Mittel zum Zweck: um Geld zu verdienen, Karriere zu machen, Macht auszuüben, Einfluss zu nehmen etc.? Gründe gibt es viele und sie sind alle unterschiedlich. Was ist Ihre ganz persönliche Motivation, um zu arbeiten?

Anthony de Mello hat dazu eine Geschichte geschrieben, über die es sich möglicherweise lohnt, nachzudenken:

Als ein Gast sich freiwillig meldete, das Geschirr nach dem Essen zu spülen, sagte der Meister: „Sind Sie sicher, dass Sie wissen, wie man Geschirr spült?“ Der Gast versicherte, dass er es sein ganzes Leben lang gemacht hätte.
Dazu sagte der Meister „Oh, ich zweifle nicht an Ihrer Fähigkeit, das Geschirr sauber zu machen. Ich bezweifle nur, ob Sie es wirklich waschen können.“
Seinen Schülern sagte er daraufhin zur Erklärung: „Es gibt zwei Möglichkeiten, Geschirr zu spülen: Die eine, es zu waschen, um es sauber zu machen. Die andere, es zu waschen, um es zu waschen.“
Das war weit davon entfernt, den Schülern einzuleuchten. Deshalb fügte der Meister hinzu: „Das Erste ist ein totes Tun, denn während euer Körper Geschirr spült, ist euer Geist auf den Zweck fixiert, es sauber zu machen.
Das Zweite ist ein lebendiges Tun, weil dabei nämlich euer Geist dort ist, wo euer Körper ist.“

Coaching-Impuls für Sie:

Stellen Sie sich vor, Sie würden Ihre vielen Gedanken/Ihren Geist stets auf das richten, was Sie gerade in diesem einen Moment tun.
Was genau wäre dann anders für Sie? Das Ergebnis an sich oder wie Sie sich fühlen oder was andere von Ihnen denken oder …

Ich wünsche Ihnen, dass Arbeit gute Arbeit für Sie ist!
Claudia Nuber

Liebe Coaching-Freunde,

kennen Sie Richard Bach’s weltberühmtes Buch „Die Möwe Jonathan“?

So ziemlich am Ende des Buches lehrt Jonathan die jungen Möwen, wie er zu fliegen und sagt:  „… Trau deinen Augen nicht. Was immer sie dir zeigen, es ist nur Begrenztheit. Trau deinem Verstand, hebe ins Bewusstsein, was in dir ist und du wirst wissen und fliegen.“

Die meisten Menschen trauen überwiegend dem, was sie sehen. Ihr Sichtfeld ist begrenzt. Es erfasst Schwierigkeiten, Probleme und ungute Konsequenzen – nicht aber das große Ganze der Möglichkeiten und Chancen. Man spürt den Wind nicht, der unter die eigenen Flügel blasen will, damit man sich erhebt, um von oben die wahren Zusammenhänge zu erkennen und kluge Entscheidungen zu treffen.

Stattdessen bleibt man im Gewohnten sitzen und hält sich unter Umständen sogar krampfhaft fest, obwohl man sich überhaupt nicht wohlfühlt, wo man ist. Die Befürchtung abzustürzen, wenn man versucht zu fliegen, lähmt. Sie beinhaltet Stillstand statt Vorankommen.

Doch Leben beginnt dort, wo die Bequemlichkeit aufhört!
Lassen Sie sich mit diesen August-Impulsen anregen, den Wind des Lebens unter Ihren Flügeln zu spüren und ihm zu vertrauen! Beantworten Sie sich diese Fragen:

  • Wie wäre es, wenn ich fliegen würde?
  • Was würde ich sehen/erkennen?
  • Welche Horizonte würden sich eröffnen?
  • Wie würde sich mein Leben anfühlen, wenn ich dem Wind des Lebens erlauben würde, mich zu tragen?

Es geht im Leben nicht darum, was andere meinen oder von Ihnen halten. Es geht um Ihr eigenes Vertrauen in sich selbst und das Wissen um Ihre Fähigkeit, Ihr Leben so zu leben, wie es Ihnen entspricht. Die 101jährige Toyo Shibata schreibt: „Ich will lieben, träumen, auf den Wolken reiten, Wind und Sonne spüren.“

Wagen Sie es!

Wind unter Ihren Flügeln
Claudia Nuber

Stellen Sie sich vor, ich wurde überraschend geehrt!

German Enterprise Award 2017

 

Heute erhielt ich die Nachricht, dass mir der „German Enterprise Award 2017“ verliehen wurde als Recognised Leader in Professional Coaching & Best Mentoring Service: Human Change Coaching®.

Dieser Preis – von dem ich bisher nichts wusste – wird von dem Wissens- und Rechercheportal World Wide Business Review vergeben. Und ja, ich freue mich und bin ein bißchen stolz.

Als Coach arbeitet man für den Erfolg und die Zufriedenheit des Klienten. Die Wirkung eines Coachings entfaltet sich meist in der Zeit zwischen den einzelnen Terminen. So ist es selten, dass Coaches gelobt werden. Das ist auch nicht unsere Erwartung – aber freuen tun wir uns doch 🙂

Die Verleihung eines Preises – vor allem, wenn sie so überraschend geschieht, ist das Sahnehäubchen obendrauf und in meinem Fall die Würdigung für 20 Jahre Coachingerfahrung.

Also:

Wer immer es war, der mich für den German Enterprise Award 2017 nominiert hat, dem sei herzlich gedankt.

 

Neulich diskutierten wir im Kollegenkreis die Coaching-Kernkompetenz „Anerkennung“. Coaching-Kernkompetenzen sind die Dinge, die Coaches in jeder Situation aus dem Effeff beherrschen müssen, um überhaupt als Coach unterwegs sein zu dürfen. Da ich auch als Mentor-Coach (Coach für Coaches) arbeite, ist es mir ein persönliches Anliegen, die Professionalisierung unserer Zunft voranzutreiben.

Anerkennung ist etwas, was Coaches gerne einsetzen, um die Bemühungen des Klienten zu würdigen, um ihn oder sie zu motivieren, die Extra Meile zu gehen oder um einfach nur bei der Stange zu bleiben. Anerkennung ist etwas, was wir alle brauchen und wonach wir lechzen – wie die Pflanzen nach der Sonne. Doch warum sind wir dann so geizig damit? Die Zeiten von „nicht geschimpft, ist gelobt genug“ sind doch vorbei …

Anerkennung – ein rares Gut?

Anerkennung hat viele Farben

Ich denke, dass wir, solange wir sprechen können und Worte haben, anerkennen können. So wie die Sonne da ist, auch wenn wir sie nicht sehen, so können wir anerkennen. Großzügig und beständig. Anerkennung würdigt das Gestern ebenso wie das Heute und reicht sogar in das Morgen hinein. Wenn ich jemand bewusst machen möchte, wer er oder sie sein könnte, ist Anerkennung das Mittel der Wahl, das wusste schon Goethe: „Wenn wir sie behandeln, als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind.“

Anerkennung ist jedoch kein verkapptes Lob oder angehübschtes Feedback. In ihm steckt das Wort Erkennen und um zu erkennen, muss ich mir bewusst werden, was das ist, was ich erkennen will/soll/könnte. So könnte man zum Beispiel erkennen, dass man eine „faule Socke“ ist, die kreative Strategien entwickelt, um mit minimalem Einsatz maximalen Erfolg zu bekommen. Oder dass man Mist gebaut hat, was ein prima Dünger für Lernerfahrungen sein kann, oder dass die Beförderung zu Recht an einem vorbeiging, da jemand anders einfach besser ist und man sich davon etwas abschauen kann.

Möglicherweise erkennen wir auch, dass wir unser allergrößter Feind oder Meisterin der Selbstbeschimpfung sind und bezeichnen das dann total erleuchtet als Selbsterkenntnis!

 

Anerkennung kann alles sein, solange sie ehrlich ist. Setzt man sie als Mittel zum Zweck ein, kann es schnell Manipulation werden.

Coaching-Impuls:

Ich lade Sie diesen Monat ein, anzuerkennen was gerade ist: The good, the bad and the ugly! Anzuerkennen, dass wir die Verantwortung dafür tragen und dass wir – und nur wir alleine es ändern können!

 

Ich wünsche Ihnen anerkennende April-Tage mit frohem Osterhasen-Jagen und Ostereier-Finden!

Ihre Claudia Nuber

Willkommen in 2017 – einem noch frischen Jahr, in dem mit Sicherheit viel Veränderung geschehen wird.

Ich werde Sie in den nächsten zwölf Monaten immer wieder herausfordern, endlich die Dinge anzugehen, die Sie schon lange vor sich herschieben – ganz gleich aus welchem Grund oder mit welcher Ausrede. Gleichzeitig werde ich vermeintliche Sicherheiten infrage stellen, um Sie vom Denken zum Handeln zu motivieren.


Der Dalai Lama hat gesagt:
„Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist gestern, der andere morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist.“

Im Klartext heißt das nichts anderes, als dass wir immer nur das Jetzt haben – diesen einen Moment -, denn niemand weiß, ob er oder sie den nächsten noch erlebt.
 

Veränderung ist Jetzt!

Es gibt keine Sicherheit auf später oder auf ein Morgen. Verabschieden Sie sich davon und leben Sie jede Sekunde Ihres Lebens so, als gäbe es keine weitere.

Verzichten Sie auf das immer wieder beliebte Hinausschieben von ungeliebten Dingen, wie zum Beispiel das Lösen von Konflikten. Oder das beliebte wenn/dann-Prinzip zum Beispiel. „wenn ich x kg abgenommern habe, dann bin ich attraktiv“ oder „erst wenn ich mein Projekt 100% perfekt durchgezogen habe, dann mache ich weniger Überstunden“ oder was immer Ihnen an wenn/dann-Sätzen dazu einfällt.

Vertrödeln Sie nicht Ihre wertvolle Lebenszeit! Gehen Sie es an und packen Sie den Stier bei den Hörnern. Jetzt! George Clooney meinte: „Wer nichts wagt, ist schon gescheitert.“  Wann wagen Sie es, Ihre Themen/Vorhaben anzugehen?

Sie wagen es (noch) nicht? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt für Human Change Coaching®. Vereinbaren Sie Ihren kostenfreien Kennenlern-Termin am Telefon und holen Sie sich die Unterstützung, die Sie brauchen.

Hoffentlich jetzt – ich freue mich auf Sie!

Ihre Claudia Nuber

Was hat Vertrauen mit Mut zu tun? In meinen Augen eine ganze Menge. Wenn wir jemanden vertrauen, öffnen wir uns – zeigen uns, unsere Bedürftigkeit und werden angreifbar. Das braucht eine ganze Portion Mut – vor allem in unserer Zeit, wo die gelackte Fassade fast lebensnotwendig geworden zu sein scheint.

Wieso ist Vertrauen die stillste Art von Mut? Kennen Sie jemand, der Vertrauen so laut als Mut herumtönt? Und ich meine, abgesehen von unseren Politikern, in die wir ja immer weniger vertrauen (können) und deren Mut deutlich zu wünschen übrig lässt. Doch das ist eine andere Geschichte …

Vertrauensvoll und mutig

 

Hier ein paar Tipps, wie Sie Vertrauen in Ihren Alltag einbauen können und
HeldIn für die stillste Art von Mut sind:

  • Als Führungskraft und UnternehmerIn:Versuchen Sie, nur einen Tag lang, Ihren MitarbeiterInnen so zu begegnen, als hätten Sie alles Vertrauen der Welt in sie. Sie werden erleben, wie Ihre Zweifel und Ihre Befürchtungen, was alles schiefgehen kann, mit Ihnen Tango tanzen! Lassen Sie sich vom Rhythmus tragen und hinterfragen Sie, wie realistisch diese Gedanken wirklich sind. Wenn es Ihnen hilft, schreiben Sie sie auf und wir analysieren sie gemeinsam auf das, was dahintersteckt.
  • Als MitarbeiterIn:Anstatt an Ihrem Chef herumzumäkeln, geben Sie ihr oder ihm Vertrauen. Vertrauen, dass er/sie weiß, was sie tun. Vertreten Sie mutig Ihre eigene Haltung anstatt katzbuckelnd die Schleimspur zu legen. Vertrauen Sie darauf, dass Sie gehört und verstanden werden. Zur Not formulieren Sie Ihre Aussage ein paar Mal um – irgendwann kommt sie schon an.

    Im privaten Bereich können Sie wahre Persönlichkeitsentwicklung betreiben!

  • Als Eltern: Vertrauen Sie Ihrem Kind, dass es gut auf sich aufpassen wird und versuchen Sie, statt „pass auf Dich auf“ einmal schlicht „mach’s gut“ oder „Du schaffst das schon“ oder noch besser „ich vertraue Dir“. Wie oft haben Sie sich als Kind gewünscht, dass Ihre Eltern den Mut hatten, Ihnen ihr Vertrauen öfter auszusprechen? Wie selbstsicher wären Sie geworden?
  • Als FreundIn: Wie oft sind Ihre Freunde/Freundinnen auf dem immergleichen Thema herumgeritten und Sie haben ihrem Wiederkauen geduldig zugehört? Vielleicht, weil Sie keinen Mut hatten, Stopp zu sagen oder kein Vertrauen, dass Ihre Beziehung ein „Nein“ verträgt? Wahre Freunde zu sein braucht Mut – probieren Sie’s aus!
  • Als PartnerIn: Eigentlich zeigen wir Mut und Vertrauen tagtäglich indem wir miteinander sind, den anderen annehmen, so wie er/sie ist, Fünfe grade sein lassen und an unsere Beziehung glauben, oder, wenn dem nicht so sein sollte, mutig hierzu zu stehen.  Probieren Sie’s aus und seien SIe der Held/die Heldin des Alltags!

Doch der allerwichtigste Mensch in Ihrem Leben sind Sie. Und mal ehrlich: Wie oft verletzen Sie Verträge, die Sie mit sich selbst getroffen haben? Fallen Vorhaben für Sie selbst hinten runter, weil gerade etwas anderes (vermeintlich) wichtiger ist? Stehen Sie zu sich, Ihren Bedürfnissen und Neigungen. Erlauben Sie sich ein klares Ja und ein klares Nein. Vertrauen Sie sich und dem Leben. Vor allem aber gehen Sie mutig Ihren Weg indem Sie jeden Tag Ihr allerbestes Selbst sind – ja, das ist möglich!!!

Wenn Sie Fragen, Ideen und Vorschläge haben, wo man sonst noch überall Mut im Vertrauen zeigen kann, freue ich mich auf Ihre Kommentare!

Mit mutig-vertrauensvollen Grüßen – Ihre Claudia Nuber

Liebe Coaching-Freunde,

2016 liegt noch frisch vor uns. Danke für das vertrauensvolle und erfolgreiche Miteinander im letzten Jahr. Danke für die vielen inspirierenden Begegnungen und die interessanten Gespräche, die ich mit Ihnen/Euch geführt habe. Danke, dass Sie dies hier lesen und wir vielleicht bald wieder zusammen arbeiten.

Es sind immer die Menschen, die das Leben zu dem machen, was es ist. Selten sind es die Umstände, auch wenn wir sie gerne dafür verantwortlich machen. Weiterlesen »

Ein gelingendes Miteinander ist manchmal schwierig. Immer wieder gibt es Momente im Kontakt mit anderen, wo man aus der Haut fahren könnte. Sei es die unleidliche Kollegin, deren Mundwinkel prinzipiell bis zum Knie hängen und in deren Gegenwart die eigene gute Laune ganz schnell verfliegt. Oder der Kollege, der Ihre Leistung ohne jegliche Skrupel als die eigene verkauft; das „dynamische Anstellen“ der lieben Mitmenschen in der Schlange vor der Kasse und alle alltäglichen gedankenlosen Ungerechtigkeiten, die uns kalt erwischen und verhältnismäßig kränken. Von beruflichem oder privatem Intrigenspiel oder spätpubertärem Verhalten mal ganz abgesehen …Unproduktiv

Man möchte in solchen Momenten am liebsten sagen, was man davon hält oder – wenn’s ganz schlimm ist – jemandem einfach eine reinhauen. Beides hat jedoch Konsequenzen. Da uns dies bewusst ist, lassen wir es meistens bleiben. Wir versuchen, den eigenen Ärger runterzuschlucken, uns im Sport abzureagieren oder auf Rache zu sinnen. Die erste und die letzte Variante bindet viel Energie und hebt keinesfalls die eigene Laune. Schade um die Lebenszeit!

Wie wäre es stattdessen, sich ein Beispiel an nassen Hunden zu nehmen, die sich einfach schütteln, um das Wasser aus ihrem Fell zu bekommen?

Coaching-Impuls für Sie:

Ist es wichtig oder sind Sie der Meinung, die Dinge richtig stellen zu müssen, kann es zielführender sein, dies ohne Gegenangriff zu bewerkstelligen.

Eine sachliche Darstellung der Situation, dessen was sie bei Ihnen an Gefühlen hervorgerufen hat, verpackt in Ich-Botschaften sowie das Aufzeigen (und danach konsequente Einfordern!) Ihrer Grenzen wären sicherlich hilfreich.

Oder aber Sie lernen aus dem Vorfall für das nächste Mal – und das kommt bestimmt! – und halten kurz inne, um zu prüfen, was genau Sie in der aktuellen Situation so aufgebracht, getroffen oder gekränkt hat. War es zum Beispiel eine Grenzüberschreitung durch den andern? Hat eine Verletzung Ihrer Werte stattgefunden? Oder war jemand anderes nur schneller, gewitzter, tüchtiger, erfolgreicher als Sie?

Finden Sie’s heraus – ich unterstütze Sie gerne.

Wer von Ihnen hat noch nie Mist gebaut? Wer kennt nicht das unangenehme Gefühl, sich vollkommen blamiert zu haben, dümmer als dumm dazustehen und am liebsten in den Erdboden zu versinken? Glauben Sie mir, ich habe es mehr als einmal erlebt – Weiterlesen »

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