Neulich diskutierten wir im Kollegenkreis die Coaching-Kernkompetenz „Anerkennung“. Coaching-Kernkompetenzen sind die Dinge, die Coaches in jeder Situation aus dem Effeff beherrschen müssen, um überhaupt als Coach unterwegs sein zu dürfen. Da ich auch als Mentor-Coach (Coach für Coaches) arbeite, ist es mir ein persönliches Anliegen, die Professionalisierung unserer Zunft voranzutreiben.

Anerkennung ist etwas, was Coaches gerne einsetzen, um die Bemühungen des Klienten zu würdigen, um ihn oder sie zu motivieren, die Extra Meile zu gehen oder um einfach nur bei der Stange zu bleiben. Anerkennung ist etwas, was wir alle brauchen und wonach wir lechzen – wie die Pflanzen nach der Sonne. Doch warum sind wir dann so geizig damit? Die Zeiten von „nicht geschimpft, ist gelobt genug“ sind doch vorbei …

Anerkennung – ein rares Gut?

Anerkennung hat viele Farben

Ich denke, dass wir, solange wir sprechen können und Worte haben, anerkennen können. So wie die Sonne da ist, auch wenn wir sie nicht sehen, so können wir anerkennen. Großzügig und beständig. Anerkennung würdigt das Gestern ebenso wie das Heute und reicht sogar in das Morgen hinein. Wenn ich jemand bewusst machen möchte, wer er oder sie sein könnte, ist Anerkennung das Mittel der Wahl, das wusste schon Goethe: „Wenn wir sie behandeln, als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind.“

Anerkennung ist jedoch kein verkapptes Lob oder angehübschtes Feedback. In ihm steckt das Wort Erkennen und um zu erkennen, muss ich mir bewusst werden, was das ist, was ich erkennen will/soll/könnte. So könnte man zum Beispiel erkennen, dass man eine „faule Socke“ ist, die kreative Strategien entwickelt, um mit minimalem Einsatz maximalen Erfolg zu bekommen. Oder dass man Mist gebaut hat, was ein prima Dünger für Lernerfahrungen sein kann, oder dass die Beförderung zu Recht an einem vorbeiging, da jemand anders einfach besser ist und man sich davon etwas abschauen kann.

Möglicherweise erkennen wir auch, dass wir unser allergrößter Feind oder Meisterin der Selbstbeschimpfung sind und bezeichnen das dann total erleuchtet als Selbsterkenntnis!

 

Anerkennung kann alles sein, solange sie ehrlich ist. Setzt man sie als Mittel zum Zweck ein, kann es schnell Manipulation werden.

Coaching-Impuls:

Ich lade Sie diesen Monat ein, anzuerkennen was gerade ist: The good, the bad and the ugly! Anzuerkennen, dass wir die Verantwortung dafür tragen und dass wir – und nur wir alleine es ändern können!

 

Ich wünsche Ihnen anerkennende April-Tage mit frohem Osterhasen-Jagen und Ostereier-Finden!

Ihre Claudia Nuber

Rechtzeitig zum 19. Geburtstag der CN Consult vom Denken zum Handeln wurde meine neue mobile-friendly Webseite fertiggestellt.
Am besten schauen Sie selbst mal rein. Sie werden schnell erkennen, dass es sich für meine Coaching-Arbeit um einen Neubeginn handelt. Hier ist der Link: www.cnconsult.de

Und ich verrate Ihnen ein Geheimnis:
18 Monate hat es gedauert, bis ich mit den Texten und dem Design zufrieden war; gerade noch rechtzeitig zum 19. Geburtstag!

Und noch einen Neubeginn habe ich zu vermelden: Seit einigen Wochen bin ich begeisterte Langläuferin!
Stellen Sie sich vor: Sechs Jahre stand meine nagelneue Ausrüstung unbenutzt im Keller. Ich erfand Ausreden, Ausflüchte und Entschuldigungen, um nach vielen Jahren Alpinski nicht mit dem Langlaufen zu beginnen. Und dann befolgte ich meine eigenen Coaching-Impulse, machte einen Termin in der Langlaufschule und schon glitt ich dahin! Nun frage ich mich, warum ich so lange gezögert hatte.

Vermutlich finden Sie ein eigenes Beispiel in Ihrem Leben …

Manchmal braucht es lange, bis etwas reif ist und quasi „geboren“ werden kann. Diese Zeit sollte man investieren, damit das Ergebnis stimmt. Es muss geschliffen werden, bis es passt. Es muss ausgereift sein, um auf dem Markt zu bestehen.
Und manchmal geht es ganz einfach um das Tun an sich. Die eine Aktion/den einen Anruf, den es braucht, um Dinge in Bewegung zu bringen.

Wichtig ist es, das eine vom anderen zu unterscheiden. Sich bewusst zu machen, welche Herangehensweise in welchem Fall die passende ist.

Dazu treten Sie am besten einen Schritt zurück. Betrachten Sie die Situation neu, vorzugsweise mit den Augen eines Fremden. Ziehen Sie Ihre Schlüsse – verzichten Sie auf Selbstbeschimpfung und investieren Sie Ihre Energie in gezieltes Handeln.
Ich bin gespannt, was Sie beginnen werden!

Ihre Claudia Nuber

Willkommen in 2017 – einem noch frischen Jahr, in dem mit Sicherheit viel Veränderung geschehen wird.

Ich werde Sie in den nächsten zwölf Monaten immer wieder herausfordern, endlich die Dinge anzugehen, die Sie schon lange vor sich herschieben – ganz gleich aus welchem Grund oder mit welcher Ausrede. Gleichzeitig werde ich vermeintliche Sicherheiten infrage stellen, um Sie vom Denken zum Handeln zu motivieren.


Der Dalai Lama hat gesagt:
„Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist gestern, der andere morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist.“

Im Klartext heißt das nichts anderes, als dass wir immer nur das Jetzt haben – diesen einen Moment -, denn niemand weiß, ob er oder sie den nächsten noch erlebt.
 

Veränderung ist Jetzt!

Es gibt keine Sicherheit auf später oder auf ein Morgen. Verabschieden Sie sich davon und leben Sie jede Sekunde Ihres Lebens so, als gäbe es keine weitere.

Verzichten Sie auf das immer wieder beliebte Hinausschieben von ungeliebten Dingen, wie zum Beispiel das Lösen von Konflikten. Oder das beliebte wenn/dann-Prinzip zum Beispiel. „wenn ich x kg abgenommern habe, dann bin ich attraktiv“ oder „erst wenn ich mein Projekt 100% perfekt durchgezogen habe, dann mache ich weniger Überstunden“ oder was immer Ihnen an wenn/dann-Sätzen dazu einfällt.

Vertrödeln Sie nicht Ihre wertvolle Lebenszeit! Gehen Sie es an und packen Sie den Stier bei den Hörnern. Jetzt! George Clooney meinte: „Wer nichts wagt, ist schon gescheitert.“  Wann wagen Sie es, Ihre Themen/Vorhaben anzugehen?

Sie wagen es (noch) nicht? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt für Human Change Coaching®. Vereinbaren Sie Ihren kostenfreien Kennenlern-Termin am Telefon und holen Sie sich die Unterstützung, die Sie brauchen.

Hoffentlich jetzt – ich freue mich auf Sie!

Ihre Claudia Nuber

Was hat Vertrauen mit Mut zu tun? In meinen Augen eine ganze Menge. Wenn wir jemanden vertrauen, öffnen wir uns – zeigen uns, unsere Bedürftigkeit und werden angreifbar. Das braucht eine ganze Portion Mut – vor allem in unserer Zeit, wo die gelackte Fassade fast lebensnotwendig geworden zu sein scheint.

Wieso ist Vertrauen die stillste Art von Mut? Kennen Sie jemand, der Vertrauen so laut als Mut herumtönt? Und ich meine, abgesehen von unseren Politikern, in die wir ja immer weniger vertrauen (können) und deren Mut deutlich zu wünschen übrig lässt. Doch das ist eine andere Geschichte …

Vertrauensvoll und mutig

 

Hier ein paar Tipps, wie Sie Vertrauen in Ihren Alltag einbauen können und
HeldIn für die stillste Art von Mut sind:

  • Als Führungskraft und UnternehmerIn:Versuchen Sie, nur einen Tag lang, Ihren MitarbeiterInnen so zu begegnen, als hätten Sie alles Vertrauen der Welt in sie. Sie werden erleben, wie Ihre Zweifel und Ihre Befürchtungen, was alles schiefgehen kann, mit Ihnen Tango tanzen! Lassen Sie sich vom Rhythmus tragen und hinterfragen Sie, wie realistisch diese Gedanken wirklich sind. Wenn es Ihnen hilft, schreiben Sie sie auf und wir analysieren sie gemeinsam auf das, was dahintersteckt.
  • Als MitarbeiterIn:Anstatt an Ihrem Chef herumzumäkeln, geben Sie ihr oder ihm Vertrauen. Vertrauen, dass er/sie weiß, was sie tun. Vertreten Sie mutig Ihre eigene Haltung anstatt katzbuckelnd die Schleimspur zu legen. Vertrauen Sie darauf, dass Sie gehört und verstanden werden. Zur Not formulieren Sie Ihre Aussage ein paar Mal um – irgendwann kommt sie schon an.

    Im privaten Bereich können Sie wahre Persönlichkeitsentwicklung betreiben!

  • Als Eltern: Vertrauen Sie Ihrem Kind, dass es gut auf sich aufpassen wird und versuchen Sie, statt „pass auf Dich auf“ einmal schlicht „mach’s gut“ oder „Du schaffst das schon“ oder noch besser „ich vertraue Dir“. Wie oft haben Sie sich als Kind gewünscht, dass Ihre Eltern den Mut hatten, Ihnen ihr Vertrauen öfter auszusprechen? Wie selbstsicher wären Sie geworden?
  • Als FreundIn: Wie oft sind Ihre Freunde/Freundinnen auf dem immergleichen Thema herumgeritten und Sie haben ihrem Wiederkauen geduldig zugehört? Vielleicht, weil Sie keinen Mut hatten, Stopp zu sagen oder kein Vertrauen, dass Ihre Beziehung ein „Nein“ verträgt? Wahre Freunde zu sein braucht Mut – probieren Sie’s aus!
  • Als PartnerIn: Eigentlich zeigen wir Mut und Vertrauen tagtäglich indem wir miteinander sind, den anderen annehmen, so wie er/sie ist, Fünfe grade sein lassen und an unsere Beziehung glauben, oder, wenn dem nicht so sein sollte, mutig hierzu zu stehen.  Probieren Sie’s aus und seien SIe der Held/die Heldin des Alltags!

Doch der allerwichtigste Mensch in Ihrem Leben sind Sie. Und mal ehrlich: Wie oft verletzen Sie Verträge, die Sie mit sich selbst getroffen haben? Fallen Vorhaben für Sie selbst hinten runter, weil gerade etwas anderes (vermeintlich) wichtiger ist? Stehen Sie zu sich, Ihren Bedürfnissen und Neigungen. Erlauben Sie sich ein klares Ja und ein klares Nein. Vertrauen Sie sich und dem Leben. Vor allem aber gehen Sie mutig Ihren Weg indem Sie jeden Tag Ihr allerbestes Selbst sind – ja, das ist möglich!!!

Wenn Sie Fragen, Ideen und Vorschläge haben, wo man sonst noch überall Mut im Vertrauen zeigen kann, freue ich mich auf Ihre Kommentare!

Mit mutig-vertrauensvollen Grüßen – Ihre Claudia Nuber

Liebe Coaching-Freunde,

2016 liegt noch frisch vor uns. Danke für das vertrauensvolle und erfolgreiche Miteinander im letzten Jahr. Danke für die vielen inspirierenden Begegnungen und die interessanten Gespräche, die ich mit Ihnen/Euch geführt habe. Danke, dass Sie dies hier lesen und wir vielleicht bald wieder zusammen arbeiten.

Es sind immer die Menschen, die das Leben zu dem machen, was es ist. Selten sind es die Umstände, auch wenn wir sie gerne dafür verantwortlich machen. Weiterlesen »

Liebe Coaching-Blog-LeserInnen,

nach Paris, Hannover, Mali und Brüssel wirft man Flüchtlinge und Terroristen gerne in einen Topf. Das ist widersinnig, denn die einen fliehen vom Terror und die anderen wollen den Terror verbreiten.

Flüchtlinge kommen nicht zu uns, nur weil sie wirtschaftliche Vorteile haben wollen. Sie verlassen ihre Heimat, ihre Freunde und Familien, um in der Fremde den Erfolg zu haben, um irgendwann einmal ihrem Dort bzw. ihrem Clan das Geld zurückzahlen können, das ihre Flucht die Zurückgebliebenen gekostet hat. Der britische Schauspielstar Benedict Cumberbatch (Sherlock) zitierte ein Gedicht des somalischen Poeten Warsan Shire „Niemand verlässt seine Heimat, solange die Heimat nicht dem Maul eines Hais gleicht.“ Und wenn wir ehrlich sind: Wer von uns würde schon gerne seine Heimat verlassen, auch wenn es dort Haie gäbe ?

Meine Mutter ist Flüchtling des Zweiten Weltkriegs und zugegebenermaßen aus dem gleichen Kulturkreis wie wir Deutsche. Doch musste sie sich, als gebildete Frau und gesellschaftlich höherstehend als die meisten Bewohner des Dorfes, dem sie zugewiesen wurde, „Huren-Flüchtling“ nennen lassen. Sie wurde in einen Topf geworfen mit Dieben und anderem Gesindel.

Es scheint, als haben wir trotz Mondlandung, Genforschung und Klon-Erfolgen seither nichts dazu gelernt! Ich lege Ihnen einen  Beitrag der Süddeutschen Zeitung zum Thema Flüchtlinge ans Herz, der gut recherchiert sachlich fundiert und zahlenmäßig belegt, was Sache ist. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Artikel einen Beitrag leistet, um mit Vorurteilen aufzuräumen.

COACHING-IMPULS für Sie:

Nutzen Sie die Vorweihnachtszeit, um weniger urteilsfreudig zu sein. Versuchen Sie stattdessen, die Dinge einmal aus der Perspektive Ihres Gegenübers zu sehen, oder nach dem Warum zu fragen, bevor Sie urteilen. Sollte Ihnen das zu anstrengend sein, befolgen Sie die Worte des Autors Luther Burbank „Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren.“  Und das gilt wohl für uns alle!

Es ist Urlaubszeit und hier am Chiemsee ein herrlicher Sommer. Zeit, um sich Zeit zu nehmen für das Wesentliche. Sich zu fragen „arbeite ich noch oder lebe ich schon?“ Sich Zeit zu nehmen vielleicht auch für diese Anregungen, die ich mit Dank an den unbekannten Verfasser an Sie weiter gebe: Weiterlesen »

Wer von Ihnen hat noch nie Mist gebaut? Wer kennt nicht das unangenehme Gefühl, sich vollkommen blamiert zu haben, dümmer als dumm dazustehen und am liebsten in den Erdboden zu versinken? Glauben Sie mir, ich habe es mehr als einmal erlebt – Weiterlesen »

Pablo Picasso schrieb über Finden statt Suchen bereits 1954 diese weisen Worte:

„Ich suche nicht – ich finde.
Suchen, das ist Ausgehen von alten Beständen Weiterlesen »

Dieser Satz hat mich lange bewegt: „Wenn es leicht ist, ist es gut und wenn es gut ist, geht es leicht“. Das hört sich an wie höhere Philosophie, ist aber ganz einfach, denn wenn ich mehr Leichtigkeit in mein Leben bringen will, werde ich auftretende Schwierigkeiten anders handhaben. Ich werde nach einem leichten Weg Ausschau halten, anstatt mich mit „das muss ich bewältigen“ auseinander zu setzen. Und wer suchet, der findet …

Der Geist folgt der Energie – ebenso wie das Pferd seinem Kopf 🙂 Probieren Sie’s einfach aus.

Translate »
%d Bloggern gefällt das: